Frühlingsfit durch Vitamine
Es ist noch gar nicht lange her, da waren Wissenschaftler felsenfest davon überzeugt, alle Vitamine zu kennen. 13 Stück hatten sie ausgemacht, unterteilt in fett- und wasserlösliche.
Heute wissen sie, dass die lebenswichtigen Vitalstoffe Futter für viele weitere Forschungsjahre bieten. Und jede Menge Überraschungen in puncto Gesundheit.
Zwar lassen sich viele Vitamine mittlerweile in den Labors künstlich nachbauen. Doch Pillen können eine gesunde Ernährung nicht ersetzen. Frisches Obst und Gemüse liefern dem Körper eine Vielzahl von wertvollen Nährstoffen – und schützen sogar vor gefährlichen Krankheiten. Hier eine kleine Übersicht:
Vitamin A:
Beta-Karotin heißt die Vorstufe des Vitamin A, das den Körper vor gefährlichen Sauerstoffräubern schützt. Die so genannten freien Radikale entstehen durch UV-Licht, Ozon – und Nikotin. Brokkoli, Möhren oder Paprika enthalten viel Beta-Karotin. Karotten sind außerdem ein guter Vitamin-A-Spender. Täglich genossen – als frisch gepresster Saft oder gerieben – stärkt Vitamin A das Immunsystem und die Sehkraft.
Vitamin B:
Nervennahrung pur! Ein Müsli mit Weizenkeimen, Haferflocken und anderen Vollkorngetreiden liefert Energie für den ganzen Tag. Wer viel Kaffee oder Tee trinkt, nervös und gereizt ist, sollte zwischendurch immer mal wieder eine Scheibe Vollkornbrot oder ungesalzene Erdnüsse knabbern – das verscheucht die Müdigkeit und bringt das Hirn auf Trab.
Vitamin C:
Das Gesundheitsvitamin schlechthin. Es stärkt das Immunsystem und hilft der körpereigenen Abwehr, krankmachende Eindringlinge, zum Beispiel Grippeviren, zu besiegen.
Vitamin D:
Wichtig für den Kalziumstoffwechsel und die Knochenbildung. Ausreichend Vitamin D beugt gefährlichen Krankheiten wie Osteoporose (Knochenentkalkung) vor. Enthalten in Milchprodukten.
Knackige Super-Fitmacher
„An apple a day, keeps the doctor away“, wissen die Engländer. Übersetzt bedeutet dies so viel wie: „Wer jeden Tag einen Apfel isst, erspart sich den Arztbesuch.“ Tatsächlich sind die knackigen Früchte Super-Fitmacher. Sie enthalten die Vitamine C und E, Folsäure, Kalium und den Ballaststoff Pektin. Äpfel halten die Blutgefäße elastisch, schützen das Herz, helfen, den Darm zu entschlacken und senken das schädliche Cholesterin.
In Vierteln als Salat, püriert als leckerer Drink, dick geschnitten aufs Brot: Reife, aromatische Tomaten brauchen als Geschmacksverstärker nur ein bisschen Salz und Pfeffer. Unter der knallroten Schale steckt pure Energie: Beta-Karotin, Vitamin B1 und B2, Folsäure, Vitamin C und E. Außerdem: wertvolle Ballaststoffe, Kalium, Natrium, Eisen, Zink und Kupfer. Tomaten straffen das Bindegewebe und schützen vor Zellschäden. Wer gestresst ist, sollte vor dem Schlafengehen ein großes Glas Tomatensaft trinken. Es fördert den Schlaf und hilft überanstrengten Nerven, sich zu erholen.
Katzenjammer, Liebeskummer oder einfach nur mies drauf? Probieren Sie’s mal mit Bananen. Sie enthalten den Eiweißbaustein Tryptophan, der den Gute-Laune-Stoff Serotonin bildet. Auch in Bananen: B-Vitamine für starke Nerven.
Schonend zubereiten!
Auch Vitamine können zerstört werden – durch zu langen Transport oder falsche Zubereitung. In knackfrischem Obst und Gemüse sind die meisten Vitalstoffe enthalten. Achten Sie daher darauf, dass Sie nach Möglichkeit Erzeugnisse aus der Region kaufen. Ein schneller Transport vom Feld zum Verbraucher garantiert hohe Vitamindichte. Kaufen Sie Obst und Gemüse ungeputzt. Ohne ihren natürlichen Schutzmantel verlieren sie nämlich viele Nährstoffe. Und: Stellen Sie Ihren Speiseplan entsprechend dem jahreszeitlichen Angebot zusammen. Dann schmecken Vitamine richtig gut!
Schonend garen! Lange Kochzeiten zerstören wertvolle Vitamine und Nährstoffe – mit einem Dampfgarer lassen sich die Speisen vitalstoffschonend zubereiten.